Bioidentische Hormone bei Krebserkrankungen

Bestimmte bioidentische Hormone,  zum Beispiel Östriol oder Progesteron, können vor Krebs schützen und bei Krebserkrankungen eingesetzt werden.

Was aber sind bioidentische Hormone?

Naturidentische Hormone entstehen – ebenso wie synthetische Hormone – im Labor. Dennoch wirken sie wie die natürlichen im Körper vorkommenden Hormone.

Ursprung der bioidentischen Hormone ist – genau wie bei vielen synthetischen Hormonen – das „Diosgenin“, das aus der mexikanischen wilden Yamswurzel oder Soja gewonnen wird. Es ist eine Vorstufe der labortechnisch hergestellten Hormone, indem durch Veränderung einer chemischen OH-Gruppe Steroidhormone hergestellt werden: Pregnenolon, Progesteron, Testosteron, Cortisol, DHEA, 17ß-Estradiol (systemisch wirksam) und 17a-Estradiol.

Naturidentisch bedeutet, dass das Hormon in genau der molekularen Struktur hergestellt wird, in welcher es auch vom menschlichen Organismus produziert wird. Naturidentische Hormone haben also eine identische Strukturformel wie körpereigene Hormone.

In der Krebstherapie gezielt eingesetzt können naturidentische Hormone die wuchernden Krebszellen stoppen.

Eine Hormonsubstitution wird bei den unterschiedlichsten Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt:

  • Menopause-bedingter Verlust von Östrogen und Progesteron
  • Multiple Sklerose
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Kinderwunschbehandlung
  • Burn-out
  • Fibromyalgie
  • Multiple Sklerose
  • Depression
  • Panikattacken
  • Gelenkbeschwerden
  • …und immer erfolgreicher bei Krebserkrankungen.

Neueste Erkenntnisse zeigen, dass immer bestimmte Krebserkrankungen durch hormonelle Ungleichgewichte getriggert oder sogar verursacht werden. Das hormonelle Ungleichgewichte,  beispielsweise eine Östrogendominanz oder ein Progesteronmangel, muss deshalb bei einem Krebsgeschehen ausgeglichen werden.

Besonders erfolgreich wurden bioidentische Hormone bei Brustkrebs-Patientinnen eingesetzt.

Speziell bei hormonabhängigem Brustkrebs: mit gezielter Therapie können so die wuchernden Zellen gestoppt werden, wenn (beispielsweise) Hormone wie Östrogen blockiert werden. Studien der der Universität Cambridge haben in Tier- und Zellkulturexperimenten herausgefunden, dass der therapeutische Erfolg dieser Hormonblockade noch verbessert wird. In diesem Fall durch Menstruations- und Schwangerschaftshormons Progesteron.

Progesteron stoppt das unkontrollierte Wuchern der Krebszellen – und entwickelt sie stattdessen weiter in weniger gefährliche Zellen. Durch die Gabe von Hormonen bindet der Progesteronrezeptor an den Östrogenrezeptor und zwingt ihn krebsunterdrückende Gengruppen einzuschalten. Wandert der Östrogenrezeptor von der Zellmembran jedoch allein ins Innere der Zelle, dann werden krebsfördernde Gruppen von Genen eingeschaltet.

Bei welcher Gruppe von Patienten wirkt die Gabe von bioidentischen Hormonen?

Dies muss in einer sorgfältigen Diagnostik  abgeklärt werden.  Ein Ausgleich der Hormonmangelzustände ist nur möglich, wenn alle fehlenden Hormone in der entsprechenden und angemessenen Dosis gleichzeitig ersetzt werden.

Folgende Aussagen können wir aber nach langjähriger Erfahrung tätigen:

  • Die Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist eine sinnvolle (ergänzende) Therapiestrategie.
  • Das bioidentische Hormon Östriol (E3) hat eine onko-protektive Wirkung bei Brustkrebs.
  • Progesteron wurde bei Brust-, Pankreas- und Dickdarm-Krebs erfolgreich eingesetzt
  • Durch die Einnahme bioidentischer Hormone wird die Immunität gestärkt und gleichzeitig werden Krebszellen eliminiert
  • Das Hormon Melatonin kann den Östrogenbedarf des Körpers deutlich reduzieren.

Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie denken, dass eine Therapie (auch begleitend) für Sie in Frage kommen könnte. Wir sind gerne für Sie da!