Komplementärmedizin gehört zum Patientengespräch über Krebs dazu

„Im Patientendialog sollte immer auch die Komplementärmedizin ein Thema sein“, sagt Prof. Dr. András Szász, wenn die Komplementärmedizin ausgespart wird, kann ein Patient sich eine Zweitmeinung einholen um sich zusätzlich über Krebs zu informieren“. Prof. Dr. András Szász ist Begründer der regional einsetzbaren Hyperthermie (Oncothermie). Im Hyperthermie Zentrum Hannover findet sowohl die Ganzkörper Hyperthermie als auch die lokoregionale Hyperthermie statt. Studien aus den USA zeigen, dass zwar etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Erwachsenen in den USA alternative oder komplementäre Therapien wie Chiropraktik, Yoga, Massagen oder Akupunktur nutzen. Nur die meisten Patienten sprechen mit Ihrem Arzt gar nicht darüber. Die Gründe der Verschwiegenheit gegenüber dem Arzt sind vielfältig: Patienten sind zurückhaltend, weil sie die Bedeutung der komplementären Therapien nicht einschätzen können oder weil diese gar nicht erst zum Thema im Patientengespräch werden. Ein vergleichsweise kleine Anzahl Patienten äußerte Bedenken, über komplementäre Medizin mit ihren Ärzten diskutieren, weil sie Missbilligung fürchten.

In diesem Zusammenhang weist Prof. Szász darauf hin, dass auch komplementärmedizinische Therapien wie die Hyperthermie Teil der Gesundheitskommunikation sein können. Einer Missbilligung kann ein Patient entgegenwirken. In diesem Zusammenhang gibt es ein Urteil des Bundesversicherungsamtes (BVA) danach kann ein Patient eine unabhängige Zweitmeinung von Spezialisten bei der Krankenkasse abrechnen lassen – sofern seine Krankenkasse diesen Service anbietet: „Es ist zu begrüßen, wenn Diagnose und Therapie einer Krebserkrankung aus Sicht eines weiteren Mediziner beurteilen werden. Es wäre zu begrüßen, wenn die Expertise der Komplementärmedizin dazukommt“. In einer Studie der Felix-Burda-Stiftung zur Zweitmeinung bei Darmkrebs wurde festgestellt, dass 50 Prozent der Zweitmeinungen teils erheblich von der Erstmeinung abweichen.

Für Prof. Dr. Szász ist es wichtig das „der Patient eine Zweitmeinung für sich nutzt, um sich über seine Therapie kundig zu machen und weitere Möglichkeiten zusätzlich zu Chemo- und Strahlentherapie zu bewerten. Bei Krebs spielt die Schulmedizin eine wichtige Rolle. Die Hyperthermie kann sie ergänzen. Oft ist dem Patienten unbekannt, dass die Hyperthermie co-medikativ eingesetzt werden kann, um Krebszellen durch Wärme und elektrische Wellen lokal und gezielt zu attackieren. Krebszellen werden sensibilisiert für andere Therapien, Selbstheilungskräfte können stimuliert, das Immunstem gestärkt werden.“

In dieses Therapieprogramm fügt sich die Oncothermie als lokale Wärmetherapie ein. Ihr Erwärmungseffekt fokussiert – anders als die Ganzkörpererwärmung – den Tumor. Chemo- und Strahlentherapien wirken intensiver, wenn krankes Gewebe punktuell erwärmt, intensiver durchblutet wird. Denn: Krebsgewebe leitet elektrische Energie besser als gesundes Gewebe. So lassen sich gesunde von kranken Zellen trennen. (Selektion auf Zellebene.) Die Oncothermie setzt nur kranke Zellen unter thermischen Stress. Das Ziel ist, die Zellen in den Tod zu treiben. Die Oncothermie ermöglicht die Behandlung vieler Tumorlokalisationen, besonders von Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Schwarzem Hautkrebs, Krebs der Bauchspeicheldrüse, Blasenkrebs, Prostatakrebs, Dickdarmkrebs, Analkarzinom.