Mit Checkpoint-Inhibitoren und Virotherapie (Rigvir) erfolgreich gegen den Krebs

Wie man Krebszellen mit Viren bekämpfen kann, wird schon lange erforscht. Bereits im Jahr 1966 präsentierte die Wissenschaftlerin Dr. Aina Muceniece auf dem „9. Iinternationalen Krebskongress“  ihre Forschungsergebnisse zu dem Viromittel Rigvir.

Auch in den USA wird schon lange geforscht, wie sich Viren im Kampf gegen den Krebs erfolgreich einsetzen lassen. Behandlungsmethode (Virotherpaie) macht sich das aggressive Verhalten von Krankheitserregern zunutze. Viren infizieren die Krebszellen, vermehren sich in deren Innerem und zerstören sie letztlich. Das wiederum setzt neue Viren frei, die wiederum weitere Tumorzellen befallen. Die geschädigten Krebszellen lösen sich bei dieser Behandlung auf. Der wichtigste Mitspieler im Körper ist bei einer Virotherapie natürlich das Immunsystem. 

Nobelpreis 2018 für Erforschung der Checkpoint-Inhibitoren

Wie bei vielen immunonkologischen Therapien wird auch bei den onkologischen Viren die Kombination mit anderen Therapien empfohlen, speziell die mit so genannten Checkpoint-Inhibitoren. Im letzten Jahr wurde sogar der Nobelpreis für Medizin für diese Teilgebiet der Forschung verliehen: Die Arbeiten der Medizin-Nobelpreisträger 2018, James Allison und Tasuku Honjo, sind die Grundlage der Wirkstoffklasse der Checkpoint-Inhibitoren. 

Die beiden Forscher beschäftigten sich mit einem der „Hallmarks of cancer“, den Krebsmerkmale. Grundlage ihrer Überlegungen war: Wie entkommen Krebszellen der Zerstörung durch das Immunsystem? 

Was sind „Checkpoint-Inhibitoren“?

Immer mehr Studien und klinische Forschungen im Bereich der Krebsforschung widmen sich der Verbesserung schulmedizinischer Behandlung durch den kombinierten Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren und Virotherapie. Doch was sind „Checkpoint-Inhibitoren“?

Die menschlichen Immunzellen werden von „Kontrollpunkten“ - so genannten Checkpoints - (Markierungsproteinen) reguliert, die für ein ausgewogenes Immunsystem sorgen. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Ausgewogenheit der Regulierung. Kommt es zu einer Schwächung der Balance, hat das Immunsystem aber den Eindruck, hier wird entweder zu wenig reguliert, dann wird das Immunsystem proaktiv und greift den Körper an. Wird dagegen zu viel reguliert, werden die Immunfunktionen geschwächt und es können sich Krankheiten ausbreiten. 

Raffinierte Krebszellen schaffen es, sich mit Hilfe dieser Checkpoints vor dem Immunsystem zu verbergen. Der Körper braucht in diesem Fall Hilfe von außen, Antikörper, die so genannten „Checkpoint-Inhibitoren“, um die Grenzposten zweitweise zu blockieren. Erst dann kann das Immunsystem die Krebszellen erkennen und bekämpfen.

Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden derzeit beim malignen Melanom, bei Nieren- und Blasenkrebs, Lungenkrebs und Tumoren des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs angewendet. 

Als besonders erfolgreich (bis zu 62 Prozent verbessertes Ergebnis) haben sich in der Krebsbehandlung die zeitliche Behandlung mit Checkpoint-Blockierungen und onkologischer Virotherapie (Rigvir) herausgestellt. 
 

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