Ernährung und Gesundheit

Wussten Sie schon?
Ernährung ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Krebs. In dieser Sache sind sich konventionelle und ganzheitliche Ärzte einig. Sogar die Amerikanische Krebsgesellschaft führt den seit den 1970ern beobachteten Anstieg an Darmkrebs bei jungen Menschen auf den Verzehr von Fast Food zurück.

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig essentielle Nährstoffe für unseren Organismus, unser Immunsystem und unser Wohlbefinden sind. Essen ist – auch wenn es in unserer modernen Gesellschaft manchmal nicht so erscheinen mag – nicht nur die Befriedigung von Bedürfnissen, sondern zuallererst ein Weg, um unserem Organismus die Nahrungsbestandteile zukommen zu lassen, die er für die Aufrechterhaltung unseres Immunsystems benötigt. Es hilft unserem Stoffwechsel bei der Entgiftung und Entgiftungsprozesse sind sehr wichtig bei Krebstherapien oder Krebsprävention. Die Forschung hat gezeigt, dass in unserem Essen sekundäre Pflanzenstoffe enthalten sind, die das Krebsrisiko mindern und oft in synthetisch hergestellten Medikamenten vorkommen, die bei  Krebstherapien eingesetzt werden. Man könnte daraus schließen, dass der Kampf oder die Prävention gegen Krebs durch sekundäre Pflanzenstoffe einer ungiftigen, gewissermaßen natürlichen Chemotherapie ähnlich sind. Dabei werden sekundäre Nahrungsstoffe und deren Moleküle aus unserer täglichen Nahrung verwendet.

Dies soll keine bestimmte Krebsdiät bewerben, sondern beschreiben, welche Nahrungsmittel im Kampf gegen Krebs oder dessen Prävention hilfreich sein können, indem man sie zu sich nimmt und gefährliche Stoffe, wie Transfette oder Zucker, meidet.

Gesunde Ernährung
Um es einfach auszudrücken, gesunde Ernährung ist Nahrung, die keine Transfette, künstliche Bestandteile oder Inhaltsstoffe (Süßungsmittel, Geschmacksverstärker, künstliche Dünger, Pestizide…) enthält und zu Hause frisch zubereitet wird.

Gesunde Ernährung und sekundäre Pflanzenstoffe
Forschungsergebnisse der letzten zehn Jahre haben gezeigt, dass eine Vielzahl an Pflanzen und Nahrungsmitteln bemerkenswerte Lieferanten für Moleküle sind, die tumorbildende Prozesse stören. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören dazu.

Eine Ernährung, die auf der konstanten Einnahme von Nahrung basiert, die sekundäre Pflanzenstoffe enthält, ist ein ausgezeichneter Weg, um Krebs vorzubeugen und einer offenkundigen Krebsdiagnose entgegenzuwirken.

Sekundäre  Pflanzenstoffe sind nicht nur für die Farbe und die organoleptischen Charakteristika (diejenigen Effekte, die unsere Sinnesorgane anregen) in Früchten, Gemüse und Gewürzen verantwortlich, sondern auch in Getränken wie Tee oder Rotwein. Zudem wirken sie als Gegenmittel gegen Bakterien und Pilze. Dieser Schutzeffekt bezieht sich nicht nur auf die Pflanzen selbst, sondern spielt auch beim Kampf gegen Krebs eine wichtige Rolle, da die Stoffwechselprozesse und unser Immunsystem geschützt werden.

Früchte und Gemüse, die eine große Menge an sekundären Pflanzenstoffen beinhalten, sind: Erdbeeren, Blaubeeren, Trauben, Zitrusfrüchte, Tomaten, Kohl, Brokkoli, Knoblauch, Sojabohnen, das Gwürz Kurkuma und grüner Tee.

Der wichtigste Aspekt bei alldem ist: Alles, was Sie essen, sollte ohne die Anwendung von künstlichem Dünger oder Pestiziden angebaut worden sein, da diese Nahrungsmittel mehr sekundäre Pflanzenstoffe enthalten und Ihrem Körper keine Giftstoffe zuführen, nicht einmal die kleinste erlaubte Menge. Biologisch angebaute Produkte erfüllen dieses Kriterium.

Seien Sie vorsichtig mit tierischen Fetten und Proteinen
Es wird immer mehr anerkannt, dass viele Zivilisationskrankheiten durch den übermäßigen Verzehr von tierischen Fetten und Proteinen ausgelöst werden. Die Forschung auf diesem Gebiet zeigt eine Verbindung zwischen Fleischkonsum und erhöhtem Krebsrisiko. Ein besonderer Fokus liegt auf Fleisch vom Rind oder Schwein, da es das Risiko von Darmkrebs erhöhen kann.

Verantwortlich für dieses erhöhte Risiko sind Substanzen, die in Fleisch vorkommen, und solche, die bei der Verarbeitung von Fleisch entstehen. Nitrosamine gehören dazu und kommen großteils in gepökeltem/gesalzenem Fleisch oder in Wurst vor. Nitrosamine entstehen außerdem beim Grillen, Braten oder Kochem mit Fetten oder Ölen, die sich beim Kochen ins Trans-Fettsäuren umwandeln, oder einfach während der Verdauung im Magen.

Benzopyren ist ein weiterer karzinogener (krebserregender) Stoff, der durch falsches Räuchern von Nahrungsmitteln oder Fette, die während des Grillens ins Feuer fallen, entsteht.

Ein weiteres Krebsrisiko entsteht durch moderne Anbaumethoden. Dioxone, Hormone, Antibiotika und Schwermetalle verschmutzen zu oft Tiere und Fische, die wir zu uns nehmen. Studien schätzen, dass 95 Prozent des Dioxins, einem bekannten krebserregenden Stoffes, dem wir ausgesetzt sind, aus der Ernährung mit tierischen Produkten stammt.

Um ihrem Körper genug Proteine zuzuführen, sollten Krebspatienten zu einer vegetarischen Ernährung wechseln. Ein Vorteil vegetarischer Proteine ist, dass weniger tierische Fette aufgenommen werden und vegetarische Proteine leichter zu verdauen sind. Vegetarische Proteine haben keine Harnsäure, die teilweise für eine Übersäuerung unseres Organismus‘ verantwortlich ist. In der ganzheitlichen Medizin wird Übersäuerung als ein Belastungsfaktor für unseren Organismus und als verantwortlich für viele Krankheiten gesehen. Die Tatsache, dass Krebspatienten besonders von Übersäuerung beeinflusst werden, bestätigt diese Position.

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Soja enthalten viele vegetarische Proteine, sowie Gemüse und Getreide (besonders Dinkel). Auf alle Fälle sollte biologisches Essen konsumiert werden.

Der Einfluss von Kohlenhydraten
Im Gegensatz zu gesunden Zellen gewinnen Krebszellen ihre Energie nicht aus Sauerstoff, sondern aus Zucker (Glukose). Tatsächlich kann ein hoher Blutzuckerspiegel Tumorwachstum fördern, da es die Zellteilung verbessert und erleichtert.

Unsere westliche Ernährung ist durch einen starken Konsum von kohlenhydrathaltigem Essen geprägt, welches während der Verdauung ein hohes Maß an Glukose produziert.

Vor allem Krebspatienten sollten Kohlenhydrate vermeiden, die schnell verdaut werden wie Zucker, Gebäck, Kuchen, Eiscreme, Limonaden oder Convience Food (Fertigessen). Stattdessen sollten sie Kohlenhydrate zu sich nehmen, die langsam verdaut werden, Vollkornprodukte wie Gemüse, Früchte und Salate aus biologischem Anbau – wegen ihres hohen Anteils an sekundären Pflanzenstoffen.

Gute Resultate wurden mit einer Kombination aus Sauermilchprodukten wie Joghurt, Buttermilch, Quark oder Sauerkraut erzielt, da sie sanft unseren Organismus entsäuern und sogar den gärenden Stoffwechsel der Tumorzellen unterdrücken können.

Gefährliche Transfette
Transfette sind die “Monster“ unter den Fettsäuren, da sie der Auslöser vieler Krankheiten sind. In Dänemark sind Transfette per Gesetz verboten und in Staaten wie New York und Kalifornien ist ihre Verwendung gesetzlich eingeschränkt. Die Europäische Union unternimmt im Moment keine Schritte gegen die Verwendung von Transfetten in unserer Lebensmittelkette, obwohl mehrere Studien deren Rolle als Krankheitsursache dokumentiert haben.

Transfette sind künstliche Fettsäuren, die während der industriellen Ölhärtung (Hydrogenierung) von ungesättigten Fettsäuren entstehen. Chemisch gesprochen wird eine ungesättigte Kohlenstoff-Kohlenstoff-Verbindung in ein einfach- oder mehrfach gesättigtes Fett umgewandelt. Während dieses Prozesses wird Öl in ein leicht zu verteilendes Nahrungsmittel verwandelt, das viele Vorteile bringt. Transfette sind billig, werden nicht ranzig und ihr Verfallsdatum ist sehr lang. Sie färben Chips, Pommes, Kartoffelchips, machen Croissants luftig und lassen Schokolade cremiger schmecken. Aber Transfette gibt es nicht in der Natur – und in unserem menschlichen Stoffwechsel sind sie Gift und erhöhen massiv das Risiko von Herzkrankheiten, Diabetes oder Krebs. Studien haben weiter gezeigt, dass Transfette den Level an “gutem“ HDL-Cholesterin senken, aber den Level an “schlechtem“ LDL-Cholesterin erhöhen. Und zu guter Letzt machen Transfette die Menschen fetter als andere Fette es bereits tun.

Die Aufnahme von Transfetten wird am besten dadurch vermieden, dass man sie überhaupt nicht isst oder die Häufigkeit einschränkt. Transfette findet man hauptsächlich in Fertiggerichten wie Pommes, Kartoffelchips, Fertigsuppen, -saucen, -gerichten, Mikrowellen-Popkorn oder süßem Gebäck wie Croissants.

Allgemein kann man sagen, je mehr industriell gefertigtes Essen wir zu uns nehmen, desto mehr Transfette nehmen wir auf.

Transfette werden auf der Packung nicht immer erwähnt, da es keine Deklarationspflicht gibt. Aber man sollte immer einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen, da Transfette oft „halbgehärtete Fette“ genannt werden.

Nahrungsergänzungsmittel
Unser Organismus benötigt mehr als 40 lebenswichtige Nährstoffe – Vitamine, Mineralien, Mikronährstoffe und essentielle Fettsäuren -, um problemlos zu funktionieren. Aber wie so oft ist die richtige Dosis wichtig. 2 mg Granatapfel haben nicht den gleichen Effekt wie 200 mg. Daher verwenden wir natürliche Nahrungsergänzungsmittel von naturasanitas.

Sekundäre Pflanzenstoffe –Nahrungsergänzungsmittel
Dieses Wissen, dass ein Ungleichgewicht bei der Versorgung mit essentiellen, also lebenswichtigen Nährstoffen unseren Körper anfälliger für Krankheiten macht und im Falle einer Krebserkrankung die Heilungskraft unseres Immunsystems einschränkt, wird von der orthomolekularen Medizin angewandt. Der Biochemiker Linus Pauling war einer der ersten, die im Gebiet der orthomolekularen Medizin Forschung betrieben. “Ortho“ ist griechisch und bedeutet “wirklich gut“. “Molekular“ wird als das “Modul der lebenswichtigen Nährstoffe“ verwendet, die diese Balance wiederherstellen. Diese lebenswichtigen Nährstoffe sind heute als Nahrungsergänzungsmittel bekannt – diejenigen, die wir kennen sind gesund bzw. haben starke Heilungskräfte. Linus Pauling definiert die Arbeit der orthomolekularen Medizin wie folgt „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“

Zur richtigen Zeit damit zu beginnnen, Nahrungsergänzungsmittel und lebenwichtige Nährstoffe aufzunehmen, ist eine gute Vorbeugung. Zudem ist es eine komplementäre Behandlungsmethode bei einer Krankheit, da Patienten einen höheren Bedarf an Nahrungsergänzungsmitteln und lebenswichtigen Nährstoffen haben. Deren spezielle Einnahme kann die Regeneration und den Schutz der betroffenen Zellen verstärken und ist ein wichtiger Teil des ganzheitlichen Therapieansatzes.

Die Erfahrungen, die in den letzten Jahren mit orthomolekularer Medizin gemacht wurden, haben bei chronischen Krankheiten wie Herzinfarkt, Herzanfall, Diabetes Mellitus, Krebs und Rheuma sehr positive Ergebnisse gebracht.Eine zunehmende Anzahl an Firmen bieten nun Nahrungsergänzungsmittel und lebenswichtige Nährstoffe an, die in der orthomolekularen Medizin angewendet werden. Einige davon können sogar als Medizin verwendet werden.

Orthomolekulare Medizin hat hauptsächlich drei Schwerpunkte:

  • Kompensation von Nahrungsdefiziten
  • Verbesserung der Gesundheit
  • Hochdosierte Einnahme mit pharmakologischem Effekt

Bei der ganzheitlichen Krebstherapie wurden mit Granatapfel- und Brokkoliextrakten gute Ergebnisse erzielt.

Granatapfel
Der Granatapfelbaum ist Teil der ältesten, vom Menschen genutzten Kulturpflanze und schon die mittelalterliche Alchemie wusste um seine lebensverlängernden Mechanismen. Der Hauptgrund liegt in der hohen Konzentration an Antioxidantien, die in der Granatfrucht selbst vorkommen. Verschiedene Studien beweisen die Effektivität der antioxidativen, entzündungshemmenden, anti-sklerotischen und anti-kanzerogenen Substanzen im Granatafel.

Bei der ganzhheitlichen Krebstherapie sind hauptsächlich die Flavonoide effektiv. Studien deuten darauf hin, dass die Stoffe im Granatapfel den Apoptose-Prozess (Selbstmord der Zellen) der Krebszellen verstärkt.

Brokkoli
Brokkoli gehört zur Kohlfamilie. Er hat nicht nur viele Nährstoffe, sondern auch viele lebenswichtige Vitamine mit phytochemischen Wirkstoffen, die Krebs vermeiden. Brokkoli regt zudem unser Immunsystem an, die krebsvorbeugende Substanz I3C (Infol-3-Karbinol) zu bilden. Diese Substanzen reduzieren die Streuungseffekte, die ein Tumor entwickeln kann. Bei Brust- oder Gebärmutterkrebs haben Studien bestätigt, dass I3C den Östrogen-Stoffwechsel reguliert und die Umwandlung von Östrogenen in Nervenstoffwechselprodukte, die keinen Krebs verursachen, stimuliert.

Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff ist das Antioxidant Sulforaphan. Es verhindert ebenfalls die Effekte auf Krebszellen, da es ihre Verbreitung durch Unterdrückung der Zellteilung vermindert. Andere Studien zeigen entzündungshemmende Effekte in unserem Organismus, was das Riskio von chronischen Krankheiten verringert.