Lokale Tiefenhyperthermie ergänzt Strahlen- und Chemotherapie

Lokoregionale Tiefenhyperthermie im Hyperthermie Zentrum Hannover

So unterstützt die Lokale Hyperthermie eine Strahlen und Chemotherapie bei Krebs. Wichtige Informationen & alle Möglichkeiten.

► biologische Therapieverfahren

► alternative ganzheitliche Behandlungen

Bei einer Strahlen- und Chemotherapie kann die lokoregionale Tiefenhyperthermie als wirksame Ergänzung ohne Nebenwirkungen eingesetzt werden. In diesem Fall erfolgt der Einsatz der lokoregionale Hyperthermie als ergänzende Behandlungsform bei bösartigen Tumorerkrankungen.

Bei der lokalen Hyperthermie werden Mithilfe von elektromagnetischen Energiestrahlen vom Krebs befallene Primärtumore oder Metastasen Computer gestützt bis maximal 42,5° überhitzt. Die hohen Temperaturen einer lokalen Hyperthermie verstärken die Durchblutung im Bereich des Tumorareals und tragen somit zu einer signifikant verbesserten Wirkung von Strahlen- und Chemotherapie bei. Zustande kommen die elektromagnetischen Energiestrahlen der Hyperthermie dadurch, das der Patient auf einer speziellen Liege zwischen zwei aktiven Elektroden liegt. Durch die erhöhte Temperatur im Tumorgewebe kommt es zu einer schädigenden Veränderung der Zellmembran. Gesunde und somit hitzeresistente Zellen werden bei diesem Verfahren nicht geschädigt, Tumorzellen sterben jedoch ab.

Eine Therapiesitzung mit einer lokoregionalen Hyperthermie dauern ca. 1 – 2 Stunden und sind in der Regel nicht belastend. Die Häufigkeit der Anwendung ist abhängig von der Art des Tumors, der individuellen Krankheitssituation und den durchgeführten schulmedizinischen Therapien über einen 4-7 wöchigen Zeitraum.

Im einzelnen kann die lokoregionale Hyperthermie als Ergänzung der schulmedizinischen Therapien eingesetzt werden.

Lokale Hyperthermie als Ergänzung einer Chemotherapie

Die interaktiven Effekte von Hyperthermie – Schädigung der Zellmembranen, erhöhte Durchblutung des Tumorbereiches – und Chemotherapie können je nach Zytostatikum additiv, supraadditiv oder synergistisch wirken. Also auch unabhängig voneinander auftreten und dazu beitragen, dass sublethale Chemotherapieeffekte letztlich zur definitiven Abtötung von Tumorzellen führen. Die erhöhte wärmebedingte Durchlässigkeit der Zellmembranen sind als der wichtigste Effekte zu bezeichnen, da diese zu einer rascheren intrazellulären Aufnahme bzw. Anflutung von Zytostatika im Zellinnere und somit zu einer erhöhten Konzentration von Arzneimitteln im Tumor führt. Die gesteigerte Durchblutung kann auch eine beschleunigte Reaktionsrate der Chemotherapie und eine vermehrte Freisetzung zellschädigender Sauerstoffradikale zurückzuführen sein. Synergieeffekte ergeben sich schließlich auch aus der räumlichen Interaktion von Hitze (die in sauerstoffarmen Tumorarealen Ihre Optimaleffekte hat) und Zytostatika (die in stärker durchbluteten Tumorarealen besser zur Wirkung kommen). Aufgrund der irregulären Gefäßarchitektur (Neoangiogenese) im Tumorgewebe mag auch ein schlechterer Wärmeabtransport die direkte oder durch Chemotherapie eingeleitete Devitalisierung von Tumorzellen durch Wärmeapplikation begünstigen.

Wer Nebenwirkungen einer Chemotherapie weiter reduzieren möchte, kann auf die Insulin potenzierte Chemotherapie ausweichen.

Mehr Information zur Insulin potenzierten Chemotherapie.

Lokale Hyperthermie als Ergänzung zur Strahlentherapie
Verschiedene Mechanismen sind für die komplementäre Wechselwirkung von Hyperthermie und Strahlentherapie verantwortlich. Zum einen werden die Zellen hitzeempfindlicher. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Durchblutung, die zu einer gesteigerten Sauerstoffversorgung des Gewebes und damit erhöhten Strahlensensibilität führt. Die Hyperthermie an sich verstärkt die zelltötenden Strahleneffekte auch durch Interferenz mit dem zellulären Reparatursystem infolge der Denaturierung der Tomor-DNA. Somit kann der Effekt einer Strahlentherapie  durch die zeitnahe Hyperthermie um den Faktor 1,2 bis 5 Fach verstärkt werden ohne Normalgewebe stärker zu belasten. Der Faktor der Verstärkung ist abhängig von der jeweiligen Tumorart.

Lokale Hyperthermie als Ergänzung zur Immuntherapie bzw. das Immunsystem manipulierenden bzw. modulierenden Therapien
Tumorzellen verändern sich unter Hitzeeinwirkung, sodass das körpereigene Immunsystem sie besser von gesundem Gewebe zu unterscheiden vermag. Nach Hitzeexposition bilden Tumorzellen auf ihrer Oberfläche sogenannte Stressproteine aus. Hierzu zählen Hitzeschockproteine, Calreticulin, HMGB1 u.a. Insbesondere die Hitzeschockproteine dienen dabei den körpereigenen Abwehrzellen als Erkennungszeichen. Die in das extrazelluläre Tumormilieu freigesetzten Hitzeschockproteine locken sogenannte dendritische Zellen, Makrophagen, T-Lymphozyten und natürliche Killerzellen an, fördern deren Reifung in funktionsfähige Endzellen und stimulieren die Freisetzung von chemotaktischen und proinflammatorischen Botenstoffen, die ihrerseits die Einwanderung immunkompetenter Zellen in den Tumor fördern. Tumorzellen, die „ihre Tarnung“ verloren haben können von den Immunzellen besser als Fremdzellen identifiziert und eventuell eliminiert werden. Ferner erlaubt die durch Wärmeexposition gesteigerte Gefäßdurchlässigkeit ein verbessertes Einwanderungsverhalten von Immunzellen in das jeweilige Tumorareal.

Für spezielle Anwendungsindikationen der lokalen Hyperthermie verweisen wir Sie gerne auf unsere Krebserkrankungen und die darin aufgeführten Therapieformen.

Anwendungen
Lokale Tiefenhyperthermie wird angewandt bei:

  • Karzinomen
  • Wiedererkrankung
  • Metastasen

Nach unseren Erfahrungen ist die lokale Tiefenhyperthermie besonders effektiv bei inoperablen Tumoren und Metastasen und für häufig vorkommende Tumorarten. Wir haben in unserer Klinik lokale Tiefenhyperthermie erfolgreich bei Brustkrebs, Sarkomen, Hauttumore wie Melanome, Knochenmetastasen sowie Karzinome der Lunge, des Bauches, der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase und der Nieren angewandt.

Die Vorteile der lokalen Tiefenhyperthermie
Die Vorteile der lokalen Tiefenhyperthermie können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Teil eines ganzheitlichen medizinischen Ansatzes
  • Keine äußere Störung Ihres Organismus
  • Keine Anästhesie, keine Nebenwirkungen
  • Ambulante Behandlung
  • Keine Komplikationen, keine Schmerzen durch die Hyperthermie