Thermotherapie bei Krebs – Alternative Krebstherapie

Thermotherapie

Die Thermotherapie gehört mit zu den ältesten medizinischen Verfahren. Sie wird in der konventionellen Medizin, Physiotherapie und in der Naturheilkunde gleichermaßen bei verschiedenen Krankheitsbildern angewendet.

Unter Thermotherapie versteht man im Allgemeinen die Behandlung von Schmerzen mittels Wärme bzw. mittels Kälte, zum Zwecke der Aktivierung der körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Durch Thermotherapie in Form von Kältezufuhr werden Entzündungen gedämpft, da die niedrigere Körpertemperatur die Entzündungswirkstoffe hemmt. Kurzzeitige Kältezufuhr regt außerdem die Muskelaktivität an, wodurch die Muskelspannung steigt.

Thermotherapie in Form von Wärmezufuhr regt den Stoffwechsel im Körper an und stärkt ein geschwächtes Immunsystem. Lange Wärmebehandlungen lindern darüber hinaus Schmerzen und entspannen die Muskulatur. In der Regel wird bei der Thermotherapie die Durchblutung eines einzelnen Körperabschnittes oder eines Organs gezielt angeregt, um den natürlichen Heilungsprozess in diesem Bereich zu fördern. Die Wärme regt den Stoffwechsel im Körper an und mobilisiert den Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Antikörpern.

In der Thermotherapie kommen verschiedene Anwendungsformen zum Einsatz: Heizkissen, Heißluft, Wärmflaschen, warme Packungen oder Wickel, Lichtstrahlung mit Infrarot oder Ultraschall, aber auch bestimmte Wirkstoffe wie z.B. Capsaicin, das eine Hautreizung verursacht und so die Durchblutung fördert. Sauna und Dampfbäder helfen bei Verspannungen und beugen außerdem Virusinfektionen vor.

Die Thermotherapie wird bei verschiedenen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt. So wird beispielsweise verspannte Muskulatur durch Thermotherapie gelockert und entspannt. Aber auch bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose oder Arthritis und rheumatischen Beschwerden kann Thermotherapie eine Linderung herbeiführen, ebenso bei Bronchitis oder Asthma.

Hyperthermie – eine Form dere Thermotherapie
Eine spezielle Form der Thermotherapie ist die Hyperthermie. Darunter werden all jene Verfahren subsumiert, bei denen eine Überwärmung des Körpers oder eines Teils des Köpers durch Mikro- oder Radiowellen, bzw. durch Infrarotstrahler von außen bewirkt wird.

In diesem speziellen Bereich der Thermotherapie sind in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht worden, insbesondere in der Tumorbekämpfung, wie diese Publikationen zeigen. Forscher haben herausgefunden, dass Krebszellen aufgrund ihrer primitiven Blutversorgung Wärme im Gegensatz zu gesundem Gewebe schlecht abführen können. Das hängt damit zusammen, dass Tumorzellen einen anderen Stoffwechsel und eine andere Gefäßversorgung haben als gesunde Zellen. In den Krebszellen entsteht so ein Hitzestau, der zu einer Unterversorgung der Tumorzellen mit Sauerstoff und zur Nährstoffverarmung im Tumor führt. Diese Mangelerscheinung führt zu Störungen wichtiger Stoffwechselprozesse bei der Zellteilung und Zellerhaltung, wobei auch Reparatursysteme der Zellen ausfallen. So können durch Thermotherapie geschädigte Zellbestandteile nicht ersetzt werden, was zum Absterben der Tumorzellen führen kann.