Glutathion – ein Zellaktivator

Das Glutathion hat in den letzten Jahren an Interesse gewonnen. Seine wirksame Form ist »reduziertes Glutathion« (GSH). Es setzt sich aus den Aminosäuren Glutamin, Cystein und Glycin zusammen. Für die Vitalität und Funktionsfähigkeit der Zelle ist Glutathion unentbehrlich. Es wirkt unter anderem ordnend bei der Zellteilung mit; hilft bei der Reparatur schadhafter Gene, den Erbträgern; macht Zellgifte und krebsfördernde Stoffe unschädlich; erhöht die Aktivität von Abwehrzellen und wirkt als Antioxidans.

Mit einer ausgewogenen Ernährung kann der Körper seinen Bedarf an Glutathion decken, vor allem aus frischem Gemüse, Obst und Fleisch. Bei Belastungen, wie sie mit einer Erkrankung verbunden sind, kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein – wie auch die von anderen Antioxidantien wie Selen und Vitaminen.

Die Eigenschaft von Glutathion als einem sehr wirksamen Radikalenfänger innerhalb der Zelle ist in der Medizin seit langem bekannt. Tierversuche und erste klinische Studien bestätigen eine bessere Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapien. Ob es darüber hinaus auch das Tumorwachstum direkt bremsen oder stoppen kann, wird noch untersucht. Es gibt Hinweise, dass Glutathion die Gefahr von Rückfällen verringert und dass es zur Rückbildung von Metastasen oder Rezidiven beiträgt. Die Aussage, es könne die Apoptose, also den Selbstmord von Krebszellen auslösen, beruht ausschließlich auf Labor- und Tierversuchen.

Glutathion kann zusammen mit anderen Immunmodulatoren wie Mistel, Thymus, Enzymen oder Zytokinen angewandt werden, ebenso mit anderen Antioxidantien, wie Selen und Vitaminen.