Regeneration mit Blutegeln – Alternative Behandlung

Regenerationstherapien mit Blutegeln sind biologisch und ungefährlicher als manche andere Schmerztherapien.

Blutegel sind eine leicht erhältliche Medizin. Tatsächlich enthalten viele moderne Schmerzmittel, die man in Apotheken erhält, Extrakte aus Blutegeln.

Blutegel sind Würmer, die zum Stamm der Annelida und der Unterklasse Hirudina gehören. Blutegel haben keine Borsten, ihre Körper sind fest und sie haben zwei Sauger, einen an jedem Ende. Blutegel, so wie der Hirudo medicinalis, werden in der Medizin verwendet, hauptsächlich um den Patienten Blut zu entnehmen (Aderlass). Diese Therapieform kann bis ins antike Griechenland zurückverfolgt werden und wurde bis weit ins 18. und 19. Jahrhundert in Europa und Nordamerika angewandt.

Heutzutage werden Blutegel zur Schmerztherapie, in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie und zur Behandlung von Osteoarthritis eingesetzt. Bei Operationen, wie in der rekonstruktiven und plastischen Chirurgie, kann durch mangelnden venösen Abfluss eine problematische venöse Stauung entstehen und Blutegel werden an eine verstopfte Klappe gesetzt. Sie nehmen eine bestimmte Menge überschüssiges Blut auf und injizieren das Protein Hirudin, ehe sie abfallen.

Eine Blutegeltherapie ist mehr als nur eine Schmerztherapie. Es ist eine moderne Regenerationstherapie, die manchmal sogar eine Knieoperation verhindern kann. Blutegel besitzen einen aktiven Gerinnunsghemmer, ein kleines Protein namens Hirudin. Die Entdeckung und Isolierung dieses Proteins führte schließlich zu dessen Produktion. Heute nutzt die Medizin rekombinantes Hirudin als eine intravenöse gerinnungshemmende Vorbereitung für Injektionen. Am Hyperthermie Zentrum Hannover werden Blutegel als Medizin angewandt. Rekombiniertes Hirudin wird nur an Patienten gegeben, die auf Blutegel allergisch sind oder Heparin nicht vertragen.