Vitamin C – Biologische Krebstherapie mit Vitamin-C-Infusionen

Man spürt es nicht und es tut nicht weh: Das Tückische an einem Vitamin-C-Mangel ist, dass man ihn lange nicht bemerkt. Krebspatienten leiden besonders häufig an Vitamin-C-Mangel, aber die meisten wissen es nicht.

Vitamin C (oder auch Ascorbinsäure) ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserlöslicher Feststoff mit saurem Geschmack – ein essentieller Mikronährstoff, ohne den wir kein gesundes Leben führen können. Vitamin C gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Es kann weder vom Körper selbst hergestellt, noch vom Körper gespeichert werden. Es wird rasch aufgebraucht, ein Überschuss wird vom Körper wieder ausgeschieden. Der Mensch ist also darauf angewiesen, Vitamin C möglichst täglich mit der Nahrung aufzunehmen.In der Nahrung kommt Vitamin C vor allem in Obst und Gemüse vor, sein Gehalt sinkt jedoch beim Kochen, Trocknen oder Einweichen sowie bei der Lagerhaltung. Zitrusfrüchte, wie Orangen, Zitronen und Grapefruits enthalten – in reifem Zustand unmittelbar nach der Ernte – viel Vitamin C.

Der Tagesbedarf eines gesunden Menschen liegt bei 150 mg. Während eines akuten Infekts sind 500 mg pro Tag sinnvoll. Besonders krebskranke Menschen leiden häufig bedingt durch Chemotherapie, Appetitlosigkeit oder einen erhöhten Energieverbrauch an Vitamin-C-Mangel. Besonders nach einer klassischen Behandlung mit Operation, Strahlen- oder Chemotherapie ist der Verbrauch an Vitamin C so hoch, dass der Vitamin-C-Spiegel unter die Nachweisgrenze sinken kann. Jeder 30. Krebspatient entwickelt sogar die Vitamin-C-Mangel-Erkrankung Skorbut, an der früher Seefahrer erkrankten, die monatelang ohne frisches Obst und Gemüse auskommen mussten. Diese Mangelerscheinungen lassen sich beispielsweise durch eine Hochdosis-Vitamin-C-Infusion vermeiden. Außerdem verbessert sich die Lebensqualität der Patienten deutlich.

Zudem ist es Teil des körpereigenen antioxidativen Schutzsystems: Hier hat es die Aufgabe, so genannte freie Radikale unschädlich zu machen, die sonst wichtige biologische Substanzen und die Zellen selbst schädigen sowie Entzündungen begünstigen. Ebenso schützt es vor karzinogenen und mutagenen Stoffen. Vitamin C hat tumorzytotoxische Eigenschaften und steigert die zelluläre und die humorale Immunantwort. Es ist notwendig für die Stabilität des Bindegewebes, verbessert die Wundheilung und ist erforderlich für die Carnitin-Synthese und somit für die Energieversorgung des Organismus.

Wissenschaftler des amerikanischen Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH, Bethesda, USA) konnten nachweisen, dass Vitamin C gezielt Krebszellen abtötete, während gesunde Zellen nicht geschädigt wurden. Damit die Krebszellen abstarben, musste jedoch das Vitamin C in so hohen Konzentrationen verabreicht werden, wie sie beim Menschen nur durch eine Infusion direkt in die Venen erreicht werden können. Da selbst hohe Konzentrationen von Vitamin C gezielt nur Krebszellen tötete und gesunde Körperzellen nicht beschädigt wurden, schlussfolgerten die Forscher, könnte Ascorbinsäure erfolgreich in der Krebstherapie eingesetzt werden.

Zwischen 25 und 50 Gramm wirkt Vitamin C toxisch auf Tumorzellen, weshalb es im Hyperthermie-Zentrum Hannover in der Hauptsache als hochdosierte Infusionstherapie Anwendung findet. Wir bieten unseren Patientinnen und Patienten Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C (25 mg) als Teil eines individuell ausgearbeiteten, ganzheitlichen Therapieplanes.

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